Wenn die Meere sau (r)er werden

Datum: 
16.01.2017

Die Versauerung der Meere – ein brennendes Umweltthema, über das in der Öffentlichkeit (noch zu) wenig bekannt ist. Eine Ausstellung mit dem Titel „Ozeanversauerung – das andere Kohlendioxid-Problem“ ist seit einigen Tagen im Erdgeschoss des Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum zu sehen.

Mit Aufnahmen der Naturfotografen Solvin Zankl und Nick Cobbing zeigt sie Forschende bei ihrer Arbeit und stellt Organismen vor, die im Mittelpunkt aktueller Untersuchungen zur Ozeanversauerung im Rahmen des Forschungsverbundes BIOACID stehen.

Versauerung der Meere – der Begriff meint die Abnahme des pH-Wertes des Meerwassers, die durch den Eintrag von CO2 aus der Atmosphäre verursacht wird. In der Erdatmosphäre verursacht der Stoff steigende Temperaturen, im Wasser dagegen wirkt er chemisch. Das heißt, das leicht basische Meerwasser wird dadurch nicht wirklich sauer, aber weniger basisch. Das hat Auswirkungen auf die Meereslebewesen und zieht starke Veränderungen im marinen Nahrungsnetz nach sich, die durch weitere Faktoren wie Temperaturanstieg, Sauerstoffverlust, Nährstoffeintrag, Verschmutzung oder Überfischung noch verstärkt werden.

Neben jedem der 40 Fotos der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des „Wissenschaftsjahres 2016/2017 Meere und Ozeane“ geförderten Wanderausstellung befindet sich eine Tafel mit einem QR-Code, der mit Hilfe einer entsprechenden App vom Smartphone eingelesen werden kann. Der Code führt zu Bildbeschreibungen und Hintergrundinformationen sowie ergänzenden Videos auf der Internetseite von BIOACID. Die Präsentation bleibt bis Ende Februar im Multimar Wattforum und tritt dann eine Reise von München (Deutsches Museum) über Oldenburg und Hamburg nach Bremen an.

Bild: 
Multimar-Mitarbeiter beim Aufbau der Fotoausstellung über Ozeanversauerung